Chile

Mit dem Zelt durch Chile

Posted in Chile on April 27th, 2010 by admin – Comments Off

Die Republik Chile ist ein Land im Südwesten des südamerikanischen Kontinentes. Neben Großstädten wie Santiago de Chile, Conzepcion, Valparaiso oder Punta Arenas verfügt der langgezogene Staat über 15 Regionen, die durch spektakuläre Natur geprägt sind. Ideale Bedingungen für jemanden, der mit dem Zelt und auf Schusters Rappen unterwegs ist. Ein sehr gut ausgebautes Busnetzwerk ermöglicht dem Individualreisenenden eine problemlose Fortbewegung und ausgewiesene Zeltplätze in urbanen Regionen sorgen für komfortable Übernachtungsmöglichkeit. Zeltplätze dieser Art verfügen über einen durchschnittlichen Komfort und sind ausnahmslos sehr hygienisch. Meistens am Ortsrand gelegen ist auch die Sicherheit des Gepäcks gewährleistet.

Wer sein Zelt lieber so nahe wie möglich am Stadtzentrum aufschlagen möchte, der sollte in einem der zahlreichen Hostels fragen, ob man statt eines Bettes im Schlafsaal auch das eigene Zelt im Garten aufbauen darf. In Chile herrscht dem Low-Budget Reisenden gegenüber eine sehr große Toleranz und Sympathie und nicht selten werden besagte Hostels oder Zeltplätze von Aussteigern aus aller Welt betrieben. Verlässt man dann die urbanen Regionen wird das Zelten noch einfacher. Ein Jedermannsrecht wie in Skandinavien existiert zwar nicht in Chile aber eine kurze Unterhaltung mit den jeweils zuständigen Grundherren hat schon so manchen traumhaften Zeltplatz ergeben.

Besonders die Regionen 9 und 10, die die Isla de Chiloe und die Region um den Vulkan Osorno umfassen, sind ideal zum campen, da hier sowohl der Untergrund als auch die Versorgung mit Frischwasser ein problemfreies Zelten ermöglichen. Wenn man über die Carretera Austral weiter Richtung Süden reist, kommt man dann schnell an die Grenzen seines Materials. Spätestens im landschaftlich einzigartigen Tierra del Fuego merkt man, ob man für die herrschenden Witterungsbedingungen das richtige Zelt dabei hat. Sollte dies allerdings der Fall sein, wird man entlang des Weges mit einzigartigen Ausblicken auf Gletscher, Fjorde und massive Gebirgszüge belohnt. Wildes Campen ist hier auf Grund eines hohen Desinteresses seitens der Behörden möglich aber nicht empfehlenswert zumal die Zeltplätze selbst spektakulär liegen.

Wer es dann bis an das Ende der Welt geschafft hat, wird mit einem UNESCO Weltnaturerbe belohnt: Der Nationalpark Torres del Paine offeriert dem Reisenden eine atemberaubende Landschaft und Zeltplätze an einzigartigen Lagemomenten. Zudem kann man an jedem Platz heiß duschen, sein Material trocknen und mit anderen Wanderern an Öfen einen landestypischen Pisco trinken.